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Kurswechsel nach monatelangem Hickhack: In einem Brief an Bundespräsident Köhler geht die Regierung nach Informationen des SPIEGEL auf Distanz zum umstrittenen Internet-Sperrgesetz. Schwarz-Gelb kündigt nun eine neue Initiative für ein "Löschgesetz" an.

Der Blitzrücktritt von SAP-Chef Léo Apotheker war ein kalkulierter Rauswurf: Der Manager passte nicht zur Kultur des Software-Konzerns - und brachte Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen gegen sich auf.

Rüffel im CDU-Präsidium: Umweltminister Norbert Röttgen gerät wegen seines Einsatzes für einen schnellen Atomausstieg in den eigenen Reihen unter Druck. Auch CSU und FDP sind empört. Allein die Kanzlerin hält sich bedeckt - für sie kommt das Signal an die Grünen allerdings ebenfalls ungelegen.

Der Westen verschärft den Ton gegenüber Teheran: Die USA und Frankreich wollen im Uno-Sicherheitsrat strengere Sanktionen auf den Weg bringen. Auch Außenminister Westerwelle und Kanzlerin Merkel drohen Ahmadinedschads Regime.

General Motors will bei der Sanierung seiner Europatochter Opel kaum eigenes Geld investieren. Nach SPIEGEL-Informationen soll der Umbau vor allem mit Staatshilfen finanziert werden. Auch sind mehr Jobs in Gefahr als bisher bekannt.

China intensiviert seine Kampagne gegen kriminelle Cracker. Jetzt soll die "größte Hackerschule" im chinesischen Web geschlossen worden sein. Das sind gute Schlagzeilen nach Wochen beißender Kritik - doch tatsächlich liegt der Fall 3800hk bereits Monate zurück.

Die EU bekommt eine neue Kommission, Günter Verheugen wird der Runde nach zehn Jahren nicht mehr angehören. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE zieht der scheidende Industriekommissar schonungslos Bilanz - und warnt die Staatengemeinschaft vor Dauerstreit und Bedeutungsverlust.

Die FDP reagiert auf ihre miesen Umfragewerte mit mehr Reformtempo. Schon vor der Steuerschätzung im Mai will sie ein Konzept zur Abgabensenkung vorlegen. Harter Protest kommt aus der Union: CDU-Ministerpräsident Oettinger wirft den Liberalen Wahlkampftaktik vor, auch Finanzminister Schäuble bremst.

Ein Liechtensteiner Gericht hat einem Kunden der Fürstenbank LGT einen Anspruch auf Schadensersatz zugestanden. Die brisante Begründung der Richter: Das Institut habe den deutschen Steuersünder zu spät über den Diebstahl seiner Kontodaten informiert.

Jetzt droht der Ukraine ein Patt: Wiktor Janukowitsch führt bei der Präsidentschaftswahl - doch seine Rivalin konnte er wider Erwarten nicht vernichtend schlagen. Nun könnte Julia Timoschenko juristisch gegen das knappe Ergebnis vorgehen.


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